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Der Garten ist mehr als nur ein grünes Wohnzimmer im Freien. Er bietet uns viele Möglichkeiten, unsere Gesundheit im Sinne der Dungl Methode zu unterstützen!
Bewegung tut in jedem Alter gut - wenn sie richtig ausgeführt wird. Durch eine geeignete Gartengestaltung lässt sich die Beweglichkeit auch im Alter fördern.
Richtig sitzen und liegen: Wenn das Kreuz schmerzt oder die Knie Probleme machen, dann empfiehlt es sich, die Sonnenliege durch etwas Stabileres zu ersetzen. Eine Sitzhöhe von 40 cm erleichtert das Aufstehen.
Sicher gehen: Kies, Steinplatten, Wiese, Sand, Rindenmulch - jedes dieser Materialien hat seine Besonderheit. In der Praxis hat sich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, den Hauptweg möglichst trittsicher (Steinplatten) zu machen. Die Seitenwege sollten jedoch aus Materialien wie Rindenmulch, Sand oder Kies sein.
Übung für das Gleichgewicht: Stellen Sie sich auf einen stabilen Untergrund. Schließen Sie die Augen - stehen Sie sicher? Nun stellen Sie sich auf ein Bein. Dann probieren Sie das Gleiche auf einem Rindenmulchweg oder in der Wiese. Wenn Sie nun nicht mehr sicher stehen, so sollten Sie Ihr Gleichgewicht trainieren.
Ein Wasserbecken im Garten, ein Steintrog, eine alte Wanne oder ein Biotop eignen sich zum Wassertreten. Wichtig: Kaltes Wasser nachfüllen. Versuchen Sie bei schweren Beinen, einfach einen Kneippguss mit dem Gartenschlauch.
Für ein kleines Kräuterbeet ist im Garten, am Balkon oder auf der Fensterbank immer Platz. Ob Wildkräuter, Gewürze oder Heilpflanzen - Kräuter bereichern jeden Garten und fördern Wohlbefinden und Gesundheit.
Rückenschmerzen, Knieschmerzen oder Probleme mit den Schultern sind keine seltenen Folgeschäden der Gartenarbeit.
Rasenmähen
Gut für: Kraft der Oberarme, Ausdauer, Koordination und Geschicklichkeit
Achtung:Überlastung der Schultergelenke, Vibrationen belasten die kleinen Gelenke, Rückenprobleme bei Rasentraktor
Entladen des Fangkorbes beim Rasentraktor
Gut für: Kraft, Koordination und Geschicklichkeit
Achtung: Beugestellung und Drehung der Wirbelsäule
Scheibtruhe fahren
Gut für: Kraft, Ausdauer
Achtung: Schwerpunkt sollte zwischen den Beinen sein, sonst vermehrte Haltearbeit der Rückenmuskulatur
Kehren
Achtung: Ermüdung der Rückenmuskulatur
Jäten - aussäen - ernten
Gut für: Dehnen und Strecken (bei Obstbäumen) Gleichgewicht Koordination
Achtung: Gebückte Haltung
Bäume und Sträucher schneiden
Gut für: Kraft der Oberarme und Hände Ausdauer
Achtung:Überlastungen vorw. im Schultergürtel und den Handgelenken, Daumengrundgelenk (Griffe!)
Ein Schemel am Boden ermöglicht, abwechselnd den einen und anderen Fuß abzustellen und damit die Lendenwirbelsäule etwas zu entlasten. Achten Sie auf gutes Schuhwerk. Die richtige Bücktechnik mit breiter Standfläche und dem Körperschwerpunkt zwischen den Beinen kann Rückenschmerzen vermeiden helfen. Nach Möglichkeit sollten Sie sich niemals mit gestreckten Knien nach vorne bücken. Um die Lendenwirbelsäule länger zu entlasten, sollte der Rücken gerade gehalten werden. Eine starke Beugung der Wirbelsäule, wie sie beim Unkrautjäten oder Pikieren üblich ist, überlastet die Muskulatur. Bei anhaltender gebückter Stellung sollten Sie immer ein Knie am Boden haben und wenn möglich sich mit einer Hand abstützen. Kniekissen, Rollbretter etc. können eine Erleichterung schaffen.
Beginnen Sie gleich bei Ihrem Sprunggelenk: Kreisen Sie 15x in jede Richtung, danach die Beine locker baumeln lassen. Die Schultern hoch zu den Ohren ziehen und diese mit einem kräftigen Ausatmen wieder locker fallen lassen. Kinn entlang der Brust von einer Schulter zur nächsten gleiten lassen. Mit den Schultern nach vorne und zurück kreisen. Danach die verschränkten Handflächen fest gegen den Himmel drücken und den Oberkörper langsam nach rechts und links drehen. Zuletzt mit nach außen gedrehten Füßen vor- und zurückgehen.