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Erkältungen den Kampf ansagen

Der Winter kehrt zurück, das ist sicher. Unsere Abwehr ist wieder gefordert, denn mit jedem Atemzug müssen sich die Schleimhäute der oberen Atemwege gegen trockene Heizungsluft oder feuchte Kälte wehren. Sie werden angreifbar für Viren und andere Keime. Es kratzt der Hals, der Rachen schmerzt, das Schlucken tut weh. Kopf- und Gliederschmerzen sowie Frösteln vervollständigen dann das Bild einer Erkältung. Unternimmt man nichts, können sich weitere Keime ausbreiten.

Der Unterschied zwischen "echter" Grippe und "grippalem Infekt"

Beschwerden "Echte" Grippe (Influenza) Erkältung (grippaler Infekt)
Fieber - plötzlich, heftig
- über 40 Grad Celsius
- 3 bis 4 Tage
selten, evtl. erhöhte Temperatur
Kopf- und Gliederschmerzen heftig mäßig
Entkräftung rasch, heftig wenig
Niesen, verstopfte Nase selten heftig
Husten häufig, heftig, trocken und stoßweise häufig
Lebensbedrohung möglich keine

 

Nasenspülungen: Nasenspülungen auf Salzbasis bringen rasch Linderung. Man zieht Salzwasser mit einem Nasenloch auf und bläst es wieder aus.

Inhalieren: Jeweils einen Kaffeelöffel Salz, Thymiankraut sowie Salbei- und Pfefferminzblätter in einer Schüssel mit siedendem Wasser übergießen. Einige Minuten ziehen und abkühlen lassen (Verbrennungsgefahr!), dann den Kopf mit einem Handtuch bedeckt über die Dämpfe beugen und 10 -15 Minuten inhalieren.

Erkältungscocktail: Bei jeder Erkältung ist viel Trinken wichtig, am besten Tee. Je 1 Esslöffel Linden-, Holunder- und Mädesüßblüten mit 3/4 l siedendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, mit 1 Glas Orangensaft mischen und mit etwas Honig gesüßt schluckweise trinken. Am besten mit einem heißen Bad kombinieren und danach gleich ins Bett gehen. Für Kinder bereitet man den Cocktail ohne Mädesüß zu!

Ansteigendes Fußbad: Haben Sie einen labilen Kreislauf und die Erkältungsbeschwerden hauptsächlich im Kopfbereich, hilft ein ansteigendes Fußbad. Die Füße in eine Wanne mit 37 ° C heißem Wasser stellen und über 10-15 Minuten heißes Wasser zulaufen lassen. Danach für 3 Sekunden mit kaltem Wasser abspülen, gut abtrocknen, warme Socken anziehen und 20 Minuten ins Bett legen.

Roter Sonnenhut: Pflanzliche Präparate aus dem Roten Sonnenhut (Echinacea augustifolia) stimulieren das Immunsystem. Zuckerfreie Lutschpastillen befeuchten zusätzlich die Schleimhaut und nehmen das Kratzen.

Salbei: enthält ätherische Öle, die keimtötend und entzündungshemmend wirken. Er wird oft gemeinsam mit Thymian verabreicht. Diese Kräuter kann man in Form eines Halswehtees genießen. Als Tinktur einen Esslöffel in ein Glas Wasser geben und damit gurgeln.

Damit der Schmerz im Halsbereich effektiv gelindert wird, verwendet man einfach 1 Tropfen Pfefferminzöl. Entweder in die Gurgellösung tropfen oder auf den Handrücken geben und abschlecken.

Warmer Kartoffelwickel: Richtig angewendet hat er einen entzündungs- und schmerzlindernden Effekt. Mit dem warmen Wickel um den Hals sollten Sie rasch ins Bett gehen. Für den Kartoffelwickel werden vier bis fünf gekochte Kartoffel nebeneinander auf ein Leinen- oder Baumwolltuch gelegt und leicht zerdrückt verteilt. Dann wird das Tuch zu einem Schal gefaltet, um den Hals gelegt und mit einem Wollschal oder Frotteehandtuch fixiert. Der Wickel sollte nicht zu heiß sein. Sofort ins Bett legen und mindestens 30 Minuten, aber maximal eine Stunde ausruhen.

In der Regel ist Husten nicht weiter dramatisch. Ist er aber hartnäckig und kommt immer wieder zäher, gelber Schleim, empfiehlt es sich zum Arzt zu gehen.

Hustentee: Das Trinken von Hustentee mit Spitzwegerich, Thymian, Süßholz, Eibisch, Königskerze und Malvenblüte bewährt sich bei lang andauerndem Husten.

Zwiebelwickel: Beim Zwiebelwickel werden 2 große Zwiebel klein gehackt, mit etwas Öl in der Pfanne glasig anlaufen lassen. Den Zwiebel nun auf ein Leinentuch ca. 2 x 2 Hand breit verteilen und einschlagen. Im Bett hat man schon ein trockenes Leinentuch vorbereitet, das von der Achselhöhle bis zum unteren Rippenbogen reichen soll. Nun die Zwiebelauflage warm (nicht zu heiß) auf die Brust legen und mit dem Leinentuch gut anwickeln. Danach mit einem Badetuch abschließen und gut zudecken. Dieser Wickel kann über Nacht am Körper bleiben.

Salben mit ätherischen Ölen: entfalten ihre Wirkung auf Brust und Rücken, wobei ätherische Öle wie Eucalyptus, Majoran und Menthol sowohl über die Haut als auch die Atemwege resorbiert werden. Mentholhaltige Salben dürfen nicht bei Kindern unter 6 Jahren verwendet werden!